70 Jahre

Junge Union Hamm

70 Jahre Junge Union Hamm

Die Junge Union Hamm hat am 28. Oktober 2016 ihren 70. Geburtstag gefeiert.

Neben den zahlreichen ehemaligen Vorsitzenden, unter anderem auch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und Kämmerer Markus Kreuz, haben wir uns gefreut unseren CDU Kreisvorsitzenden Arnd Hilwig, Bundestagsabgeordnete Sylvia Jörrißen, Bundestagsabgeordneter für Dortmund Steffen Kanitz und unseren Ehrengast Peter Biesenbach begrüßen zu dürfen.

Einen Grund zum Feiern hatte die Junge Union (JU) Hamm am Freitag auf jeden Fall. Im Kulturrevier Radbod blickte sie gemeinsam mit rund 80 Gästen auf ihr 70-jähriges Bestehen zurück. Dabei unterstrich das Motto „Gestern, heute und auch in Zukunft“, dass noch einige Jahrzehnte Junge Union folgen werden.

Als Ehrengast kündigte JU-Kreisvorsitzende Jasmin Terta, die die Veranstaltung gemeinsam mit Julian Bellinghoff, Kreisschatzmeister, moderierte, Peter Biesenbach an. Er ist nicht nur stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, sondern auch Vorsitzender des Untersuchungsausschusses der Kölner Silvesternacht. Und genau um diese Nacht sollte es bei seiner Rede in erster Linie gehen. „Wir können dem Eindruck inzwischen nicht mehr widersprechen, dass die Silvesternacht ein rechtsfreier Raum war“, erklärte er. Polizei und Justiz seien nicht in der Lage gewesen, die Bevölkerung zu schützen.

Den Verlauf der Nacht bezeichnete er als „Sog-Wirkung“: Die Männer hätten erlebt, dass Sexualstraftaten möglich sind, ohne dafür sanktioniert zu werden. „Die ungesteuerte Masse macht das Versäumnis der Einsatzkräfte deutlich. Und das Räumen des Platzes hat die Situation letzten Endes noch begünstigt.“ Als Konsequenz daraus müsse gezogen werden, dass mehr Beamte die Kriminalpolizei verstärken und dass die Schutzpolizei sich auch für die Kriminalität zuständig fühlt. NRW sei vor allem in vielen Kriminalstatistiken das Schlusslicht. „Damit die Innenpolitik wieder das Vertrauen der Bevölkerung gewinnt, reicht es aber nicht aus, eine Besserung zu versprechen. Es muss gehandelt werden.“

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann war 1976 selber zum Vorsitzenden des JU-Kreisverbandes Hamm gewählt worden. Er bezeichnete es als großes Glück, an mehreren Stationen der JU beteiligt gewesen zu sein. „Junge Union bedeutet Spaß“, erklärte er. Obwohl es immer schwieriger werde, junge Leute an eine Organisation zu binden, solle sich die JU nicht entmutigen lassen: „Sie müssen sich klarmachen, dass Sie eine Jugendorganisation sind und nicht nur eine politische Nachwuchsorganisation. Wenn Politik keinen Spaß macht, entwickelt sich irgendwann ein kleiner elitärer Zirkel, der sich gegenseitig Vorträge hält.“

Der CDU-Kreisvorsitzende Arnd Hilwig erklärte, dass es immer wichtiger werde, dass junge Menschen sich eine Meinung bilden und diese auch einbringen: „Wir brauchen keine Gleichgültigkeit, Resignation und schon gar keine Politikverdrossenheit.“ In Hamm gebe es immer mehr Themen, über die auch

junge Menschen diskutieren

könnten. Als Beispiel nannte er den Hochschulstandort, aber auch die Entwicklung der Innenstadt. „Natürlich sind unterschiedliche Meinungen wichtig. Aber auch die unterschiedlichen Vorstellungen zwischen Generationen müssen berücksichtigt werden.“

Dass die Junge Union zu 50 Prozent aus Politik und zu 50 Prozent aus Spaß besteht, verdeutlichte nicht nur ein kleiner Rückblick in die vergangenen Jahre am Anfang der Veranstaltung. Nach dem offiziellen Teil hatten alle Anwesenden noch Zeit zum Grillen, Feiern sowie dem Austausch kleiner und größerer Anekdoten, Visionen und Ideen für die Zukunft.  cd

Westfälischer Anzeiger vom 31.10.2016

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